Brennpunkte in den Walddörfern

Die Stadtteilgruppe Walddörfer hatte zu einer Radtour eingeladen und 10 Radlerinnen und Radler aus dem Bezirk Wandsbek zogen zusammen mit Hans Schröder, Organisator der Stadtteilgruppe und Sprecher der Grünen im Regionalausschuss Walddörfer, los. Das Wetter spielte trotz schlechter Prognosen bestens mit! Beim Treffpunkt an der U-Bahn gleich der erste Brennpunkt: die neue Sprunginsel am Bahnhof hat am Anfang zwei Unfälle verursacht. Die Öffnung der Einbahnstraße ist zunächst provisorisch geplant und bis 2016 befristet. Und am Bahnhof fehlen Radbügel zum Anschließen. Es gab auf der fünfstündigen Tour soviel zu sehen, dass aktuelle Brennpunkte wie die Überschwemmungsgebiete an der Lottbek, Fluglärm-Bereiche und die Asylbewerber-Unterkunft am Volksdorfer Grenzweg gar nicht mehr erreicht werden konnten! Wir müssen unbedingt eine zweite Tour machen

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Treffpunkt Volksdorfer Bahnhof – hier fehlen Bügel, um Räder anzuschließen

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Das Bezirksamt sieht die Brandschutzbestimmungen nicht erfüllt – damit kämen 60 000 bis 80 000 Euro auf die Koralle zu. Jetzt werden dringend Sponsoren gesucht, damit das Kino nicht schließen muss!

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Auf der Streuobstwiese, die der Stadt Hamburg gehört, wachsen 110 alte Obstsorten; der Obstgarten wurde ursprünglich vom Johannes-Petersen -Heim für die Jugendlichen des Heims angelegt

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Wildblumen und heimische Stauden wachsen auf dem Loki-Schmidt Beet auf der Streuobstwiese, wie Johanna Buddenbohm vom BUND erklärt

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Jeder kann für 10 Euro Pate werden auf der Streuobstwiese für einen der 110 Obstbäume. Selbstverständlich darf dann auch geerntet werden.

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Hier soll eine Naturschule entstehen – leider leider musste der Pächter Lars Warnke monatelang um Anschluss an Wasser, Strom und Telefon kämpfen.

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Lars Warnke (Mitte) wartet seit zwei Jahren, dass er seine Naturschule eröffnen kann, die Anfahrt ist immer noch nicht klar. Hans wusste, dass es dazu eine kleine Anfrage gab – Herr Warnke wurde leider nicht informiert. Johanna Buddenbohm (vorne rechts) findet die Verzögerung unglaublich

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Das Johannes-Petersen-Heim für schwer erziehbare und behinderte Kinder wurde zum Asylbewerber-Heim und nun zum Schemman Palais. Hans Schröder wünscht sich hier eine Gedenktafel, die an die Ursprünge erinnert.

 

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Christiane Blömeke stößt beim Ferkschen Hof auf die Radgruppe und erzählt, dass hier laut Koalitionsvertrag mit der SPD die Niedrig-Energie-Häuser geplant seien.

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Wolfram Hammer vom BUND erklärt, dass die Alster vor 400 Jahren für Lastschiffe ausgebaggert wurde. Der Schiffsverkehr ist seit über 100 Jahren Geschichte, die Alster mit den Jahren versandet.

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Die Alster braucht neue Strukturen, Kies und Totholz statt Sand, die Zuflüsse müssen gestärkt werden. Im Moment kommen Meerforellen schon wieder bis Poppenbüttel, in ein paar Jahren erreichen sie vielleicht auch die Walddörfer.Wolfram Hammer wünscht sich deshalb einen grünen Umweltsenator, der den Naturschutz vorantreibt!

 

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